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„Aggressives Bakterium lässt Rosskastanien in NRW bluten”

Zusätzlich zu den Schädigungen durch die Miniermotte sind die Rosskastanien jetzt durch das Bakterium „Psydomonas Syringae“ bedroht. Befallene Bäume müssen in der Regel gefällt werden. Weitere Informationen in der Pressemitteilung von DERWESTEN vom 09.10.2012.

tl_files/Kastanienmotte/bilder-content/Das Buch/Interview/patriot.jpg Interview mit dem Buchautor
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Schaut man sich die Kastanienbäume an, entdeckt man jetzt schon wieder den Befall durch die Kastanienminiermotte. Auch wenn durch das Aufsammeln und vernichten der Blätter, in denen bekanntlich die Motten überwintern, das Problem nicht ganz gelöst wird, stellen wir in Lippstadt fest, dass die Schädigungen geringer ausfallen. Wir werden also auch im Herbst 2014 unsere Sammelaktionen fortsetzen.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald hat jetzt als nationalen Sammeltag den 8. November 2014 festgelegt!

Jetzt gehts los -
Katinka sagt der Kastanienmotte den Kampf an!

Wolfgang Stange (Autor) und Katharina Sieg (Illustratorin) haben ein Kinderbuch verfasst, in dem die 7-jährige Katinka erkennt, dass in Ihrer Stadt alle Kastanienbäume erkrankt sind. Sie entwickelt eine Idee um den Kastanienbäumen, die von der Miniermotte (auch bekannt als Kastanienmotte) befallen sind, zu helfen.

Miniermotte, Cameraria Ohridella...? Wem sagt das schon etwas? Spricht man allerdings von den Motten, die unsere Kastanien belagern und schädigen, wissen viele, was gemeint ist. Die Motte, die sich seit einigen Jahren - von Osteuropa kommend - in nahezu allen europäischen Ländern auf die Kastanienbäume stürzt und gegen die kein Kraut gewachsen zu sein scheint. Autor Wolfgang Stange hat in dem liebevoll erzählten Kinderbuch seine eigene Geschichte erzählt. Im Jahr 2008 ist er in seiner Heimatstadt Lippstadt auf den starken Mottenbefall der Lippstädter Kastanien aufmerksam geworden.

Die Idee, aus der eigenen Geschichte ein Kinderbuch zu machen, kam Wolfgang Stange vor zwei Jahren. "Katinkas Geschichte zeigt spielerisch vieles von dem, was ich Kindern mit der Geschichte nahebringen möchte: Dass es sich lohnt, sich für etwas zu engagieren und sich für andere Menschen oder für die Natur einzusetzen, und dass sich dieses Engagement immer auszahlt."

Weitere Informationen finden Sie im Bereich Presse …

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Mit Unterstützung eines Eichhörnchens findet Katinka heraus, warum alle Kastanienbäume in ihrer Stadt krank sind. Dann hat sie die Idee, wie sie den Bäumen helfen kann.

Der Kampf gegen die „Blöde Kastanienmotte” kann beginnen …

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Nicht nachlassen im Kampf gegen die Motten

Fünf Jahre ist es her, als die Miniermotte Schlagzeilen machte. Viele Kastanienbäume in Lippstadt litten unter der Gefräßigkeit der kleinen Falter. Wolfgang Stange initiierte damals Blättersammelaktionen. Außerdem schrieb er das Kinderbuch „Blöde Kastanienmotte“, das im vergangenen Jahr veröffentlicht wurde. Seitdem wissen viele Lippstädter was Miniermotten sind. Die Miniermotte (sie kommt ursprünglich vom Balkan), stürzt sich auf die Kastanienbäume. Und kein Kraut scheint gegen sie gewachsen zu sein. Auffällig sind die braun verfärbten Blätter, die schon ab Mai/Juni den Befall anzeigen. Das konsequente Aufsammeln und Vernichten (oder bei 60 Grad kompostieren) der Kastanienblätter im Herbst kann den Kastanienbäumen im darauf folgenden Jahr eine echte Entlastung und Erholung bringen. Der Patriot hat mit Wolfgang Stange über die aktuelle Situation gesprochen. Wie steht es um die Blättersammelaktionen und die Perspektiven?

Patriot: Seit 2007 laufen die von Ihnen initiierten Sammelaktionen. Sind Sie zufrieden mit dem Erreichten? Wie geht es den Lippstädter Kastanienbäumen?
WST: Soweit sich das abschätzen lässt, haben wir den Kastanienbäumen mit unseren Maßnahmen eine gewisse Entlastung bringen können. Mein Eindruck ist, dass die Schädigungen nicht mehr so massiv sind und nicht mehr so früh im Jahr auftreten.

Patriot: Heißt das, dass die Sammelaktionen eingeschränkt werden können?
WST: Nein, auf gar keinen Fall – im Gegenteil hoffe ich sehr, dass sich auch in diesem Jahr wieder Lippstädter Bürgerinnen und Bürger und vor allem Schulklassen an den bundesweiten Aktionen beteiligen. Die „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald“ hat bereits den nationalen Sammeltag 2012 ausgerufen. Es ist der 10. November. Man sieht, dass es hier um ein gesamtdeutsches Problem geht.

Patriot: Läuft denn beim Sammeln alles rund?
WST: Nun ja, beim Blättersammeln kommt es entscheidend darauf an, dass wirklich alle Kastanien einbezogen werden. Die Kastanienallee, der Johannes-Westermann-Platz und teilweise der Grüne Winkel sind einbezogen aber es gibt viele – besonders einzeln stehende – Bäume, die nicht „besammelt“ werden.

Patriot: Was schlagen Sie vor?
WST: Ich habe von einer tollen Idee aus Norddeutschland gelesen. Dort haben Schulkinder im Unterricht ein Kastanienbaumkataster für ihre Stadt erstellt, in dem wirklich alle Bäume erfasst sind. So geht kein Baum verloren. Für einzelne Bäume könnten z. B. Anwohner eine Art Patenschaft übernehmen und so dafür sorgen, dass auch diese Blätter konsequent aufgesammelt werden.


Patriot: Kann man denn außer Blättersammeln nichts tun?
WST: Vor der Anwendung von Pestiziden warnen die Fachleute, weil durch die Gifte auch viele andere Kleintiere geschädigt oder getötet werden. Es gibt aber doch einige, bereits angewendet Verfahren.

Patriot: Können Sie Beispiele nennen?
WST: Der Duft der Mottenfrauen verdreht den Männchen den Kopf. In vielen Städten werden Lockstofffallen in die Bäume gehängt. Ein synthetischer Sexuallockstoff in Form von Pheromontabletten lockt die liebestollen Mottenmännchen in vorbereitete Fallen.
Anderes Beispiel: Ich beobachte vor meinem Haus immer wieder, dass Meisen in die Kastanienbäume einfallen und sich an den Motten sattessen. Meisen sind die biologischen Fressfeinde der Motten. Einige Städte lassen Nistkästen für Meisen bauen und hängen sie in die Kastanienbäume. Vielleicht könnten die Nistkästen auch in Lippstädter Schulen gebaut werden…?

Patriot: Dass Ihnen Kinder bei diesen und anderen Umweltthemen wichtig sind wissen wir seit Ihrem Kinderbuch „Blöde Kastanienmotte“.
WST: Ja, es ist schließlich auch ihre Welt und es fällt relativ leicht, Kinder für solche Umweltthemen zu gewinnen und zu begeistern. Richtig angesprochen, vergessen sie zumindest zeitweise Handys und Fernseher und sind fasziniert von den Wundern der realen Welt. Und Kastanien lieben sie alle!

Patriot: Hört sich nach guten und praktikablen Ideen an.
WST: Wir haben in Lippstadt beste Möglichkeiten, die oben gemachten Vorschläge umzusetzen, denn das Garten- und Grünflächenamt der Stadt ist beim Thema Blättersammlung sehr engagiert. Bürgermeister Sommer ist quasi der Schirmherr der Aktionen. Wir sind in regelmäßigem Austausch – über meinen Vorschlag mit dem Baumkataster habe ich erst kürzlich mit ihm gesprochen.

Patriot sprach mit Wolfgang Stange über Probleme mit der Miniermotte (18.08.2012)
Wolfgang Stange